Rapallo im Golf del Tigullio
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32 km südöstlich von Genua liegt Rapallo wunderschön eingebettet im "GOLFO DEL TIGULLIO", ein Ort der Ferienstimmung ausstrahlt und seine Bucher auf eine angenehme Art willkommen heißt. Einladend ist die Altstadt mit der Stadtpromenade mit eleganten Cafés und Gärten.

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Hannibal-Brücke in Rapallo

Durch das milde Klima und das Grün von Palmen und Orangenbäumen kommt man auch in den Wintermonaten in Ferienstimmung.

Die Strände von Rapallo sind sehr gepflegt und es finden sich hier Buchten von einzigartiger Schönheit. So erscheint das kleine Fischerdorf San Michele di Pagana über der Bucht, eingerahmt in eine farbenfrohe Vegetation.

Sehenswertes in Rapallo

Hannibal-Brücke

Bekannt ist in Rapallo die im römischen Stil gebaute Brücke, genannt Brücke des Hannibal. Zur Herkunft der Brücke gibt es widersprüchliche Thesen. Die Brücke wurde im Mittelalter im römischen Stil gebaut und Hannibal war während seiner Feldzüge war nie in Rapallo gewesen.

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Pavillon der Musik (Chiosco della Musica)

Pavillon der Musik
Pavillon der Musik

Der 1929 im Jugendstil erbaute Pavillon wurde von Emigranten Rapallos finanziert, die nach Lateinamerika ausgewandert waren.
In der Kuppel wurden 12 berühmte Musiker der Geschichte gemalt, die Johann Sebastian Bach, Gaspare Spontini, Giovanni Battista Pergolesi, Domenico Cimarosa, Georges Bizet, Amilcare Ponchielli, Charles Gounod, Gaetano Donizetti, Claudio Monteverdi, Georg Friedrich Händel, Franz Joseph Haydn und Giacomo Puccini darstellen.

Castello sul Mare

Schon von weitem sichtbar ist das aus dem Jahr 1551 stammende Castello sul Mare.

Die alte Seefestung steckt voller fantastischer Geschichten über Invasionen und Piraten. Heute finden hier Kulturveranstaltungen statt.

Stadttor Porta della Salina

Das Zentrum von Rapallo wurde im Mittelalter durch eine Stadtmauer geschützt. Der Zugang erfolgt durch fünf Stadttore.
Das einzige noch erhaltene ist Porta della Salina, das zu den Salinen führte, einem Monopol der Genueser Doria-Familie. Noch heute teilt das Stadttor das Zentrum von der Strandpromenade.

Castello sul Mare von 1551
Castello sul Mare von 1551

Torre Civica

Aus dem Jahr 1473 stammt der höchste der Stadttürme.
Der Turm befindet sich direkt neben der Pieve di Santo Stefano und dient dieser als Glockenturm. Durch einen Blitz 1873 zerstört und mit Mühe wieder aufgebaut, konnte der Turm Torre Civica dank europäischer Mittel in den letzten Jahren grundlegend saniert werden.

Zentrum von Rapallo
Zentrum von Rapallo

Pieve di Santo Stefano

Das antike Kirchlein im Zentrum von Rapallo stammt aus dem Mittelalter und war das erste christliche Gebäude in Rapallo.

Villa aus der Belle Époche, Ende des 19. Jh.
Villa aus der Belle Époche, Ende des 19. Jh.

Das antike Lazarett

1450 litt die Bevölkerung Rapallos unter der Lepra. Dank einer Spende wurde ein Heim errichtet und San Lazzaro von Betanien gewidmet. Daher stammt der Name Lazarett.
1475 wütete die Pest in Rapallo, unter den Erkrankten im überfüllten Lazarett war ebenfalls der Sohn des Gründers. Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zugänglich.

Monastero di Valle Cristi

Das Kloster befindet sich ca. 3 km von Rapallo an der Straße nach Ruta di Camogli.
Gebaut Anfang des 13. Jh. diente das Kloster für ca. 3 Jahrhunderte als Orden der Zisterziensernonnen.
Heute wird der Gebäudekomplex als Sommertheater und für bedeutende Kulturaktivitäten genutzt.

Rapallo im Golf von Tigullio
Rapallo im Golf von Tigullio

Geschichte von Rapallo

Die älteste Ausgrabung einer antiken Grabstätte mit heiligen Gegenständen von 700 v.Chr. lässt auf eine etruskische oder griechische Ansiedlung schließen. Bereits in vorrömischer Zeit war Rapallo von den Tigullern besiedelt. Wie die Orte an der ligurischen Küste wechselten auch im Golf von Rapallo die Herrschaften. Es folgten Römer, Langobarden, Byzantiner und die Genueser Seerepublik, Österreich, Napoleon, das Königreich von Sardinien und die Savojer, bevor die italienische Republik gegründet wurde.

Verteidigungsburg Castello sul Mare
Verteidigungsburg Castello sul Mare

Der Überfall des Piraten Dragut

Der ottomanische Admiral, bekannt und gefürchtet als Pirat Dragut, überfiel immer wieder die ligurischen Küstenorte.

Am 4. Juli 1549 besetzte er gleichzeitig drei Orte im Golf von Rapallo und überrumpelte damit die Abwehr komplett. Junge Frauen wurden als Sklavinnen entführt, in den Gassen wurde gekämpft und gestorben, Häuser und Kirchen geplündert.

Die Flotte der Genueser Seerepublik erreichte Rapallo, als jede Hilfe zu spät kam, auch die Nachbarorte kamen nicht zu Hilfe. Als das Massaker vorbei war, kamen Diebe und raubten noch die letzten Habseligkeiten, die die Plünderer zurückgelassen hatten.

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Nach diesem Piratenüberfall wurde 1551 das Castello sul Mare als Verteidigungsburg gebaut.

Der Friedensvertrag von Rapallo

Rapallo ist geschichtlich bedeutend wegen zweier bedeutender Friedensverhandlungen:

Nach dem 1. Weltkrieg wurde 1920 der Frieden von Rapallo zwischen dem Königreich Italien und dem Jugoslawischen Königreich vereinbart. Im ersten Vertrag von Rapallo vom 12.11.1920 wurden die Grenzen beider Länder festegelegt und damit der Vereinigungsprozess Italiens abgeschlossen.

Der Friedensvertrag von 1922 zwischen der Weimarer Republik und der Sowjetunion: Der 2. Vertrag von Rapallo hatte die Wiederaufnahme diplomatischer und ökonomischer Beziehungen zwischen den beiden international isolierten Staaten Deutschland und der kommunistischen Sowjetunion zum Ziel. Es wurde auf Kriegsreparationen verzichtet. In einem geheimen Protokoll wurde eine militärische Zusammenarbeit vereinbart. Deutschland wollte Kriegsgerät auf russischem Territorium testen, um so den Vertag von Versailles zu umgehen.